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  • Wohnhaus

    Männedorf

  • Wohnhaus, Männedorf

    Das projektierte Gebäude weist im Gegensatz zu den zumeist orthogonal aufgebauten Gebäuden eine amorphe, beinahe skulpturale kubische Erscheinung auf. Die unregelmässig gestaffelten und abgeschrägten Fassadenebenen sind scheinbar zufällig angeordnet. Aus der Grundrissstruktur zeigt sich jedoch eine interessante Konzeption. So gruppieren sich die grosszügigen Wohn- und Schlafräume mit voneinander abgesetzten Raumstrukturen kranzartig um einen orthogonalen Kern. Alle Räume weisen ein grosses Über-Eck-Fenster mit sehr guter Besonnung, unterschiedlichen Ausrichtungen und interessanten Ausblicken in die Weite auf.

    Das Spiel der vielfältigen Fassadenebenen kokettiert zudem mit dem zickzackförmigen Verlauf des angrenzenden Fussgängerweges. Damit wird ein Bezug zur landschaftlichen Umgebung aufgenommen. Die gut proportionierte kubische Struktur kennt keine eigentliche Haupfassade, hingegen eine relativ geschlossene strassenseitige Rückfassade, die jedoch nicht abweisend wirkt. Die ausgeprägte Gliederung schwächt sich in der Vertikalen etwas ab, setzt aber mit dem seeseitig unregelmässig zurückspringenden Attikageschoss und dem Kaminturm weitere Akzente. Der sorgfältig durchgebildete architektonische Ausdruck wird geprägt durch die Keramikplatten, mit denen die pfeilerartigen Aussenwandpartien verkleidet sind.

    Zusammen mit den Balkon- und Dachabschlüssen sowie deren Brüstungen und Geländer betonen sie den regelmässigen Rhythmus der Fassadenstruktur. Die Umgebungsgestaltung besticht durch eine ansprechende Ausbildung des Zugangsbereiches an der Schönhaldenstrasse und eine leichte Terrassierung des Hanges mit Stützmauern, die mit dem Fassadenverlauf korrespondieren.

    Auftraggeber Privat

    Aufgabe Projektierung, Planung und Bauleitung

    Ausführungsbeginn 2017